50. Todestag von Emil Julius Gumbel: Vergessener Held der Demokratie

Gedenk­ta­fel für die deut­schen und öster­rei­chi­schen Flücht­lin­ge in Sana­ry-sur-Mer, unter ihnen Emil Juli­us Gum­bel // Bild: Ani­ma (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://​crea​ti​vecom​mons​.org/​l​i​c​e​n​s​e​s​/​b​y​-​s​a​/​3.0)], via Wiki­me­dia Commons
Es herrsch­te Hoch­span­nung  in Deutsch­land nach dem Ers­ten Welt­krieg. Der Ver­sail­ler Ver­trag wur­de als unge­recht in der desas­trö­sen wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on der Nach­kriegs­zeit gese­hen. Die Nie­der­la­ge wur­de durch die als demü­ti­gend emp­fun­de­nen Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen noch deut­li­cher gemacht und das ver­schärf­te die poli­ti­sche Situa­ti­on. Die jun­ge Wei­ma­rer Repu­blik hat­te die unmög­li­che Auf­ga­be, aus dem Desas­ter die demo­kra­ti­sche Gesell­schaft auf­zu­bau­en. Obwohl die Wei­ma­rer Ver­fas­sung in der Zeit enorm fort­schritt­lich war, hielt die Wei­ma­rer Repu­blik dem poli­ti­schen Druck nicht stand. Jus­tiz, Mili­tär und Ver­wal­tung bestan­den zu gro­ßen Tei­len noch aus den glei­chen Leu­ten wie im Kai­ser­reich, die die Demo­kra­tie zum größ­ten Teil rund­weg ablehn­ten. Die extre­me Rech­te, die von höchst unde­mo­kra­ti­schen Idea­len geprägt war, und hun­dert­tau­sen­de von den Schlacht­fel­dern heim­keh­ren­de Sol­da­ten hät­te den Krieg am liebs­ten wei­ter­ge­führt und schlos­sen sich viel­fach in anti­de­mo­kra­ti­schen und kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren Frei­korps zusam­men. Das Ide­al der demo­kra­ti­schen Repu­blik ver­schwand hin­ter der bit­te­ren Rea­li­tät von wirt­schaft­li­cher Schwä­che und bru­ta­len poli­ti­schen Kämpfen.

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«Blühende Landschaften» – Neonazi-Gewalt in Brandenburg 1989–1993

logoBL_0In sei­nem frisch frei­ge­schal­te­ten Recher­che-Blog «Blü­hen­de Land­schaf­ten» ver­öf­fent­licht das Demo­kra­ti­sche Jugend­FO­RUM Bran­den­burg eine Samm­lung von Inter­views mit Zeitzeug_innen, die in poli­ti­schen Kon­tex­ten oder in öffent­li­chen  Ver­wal­tun­gen die frü­hen 1990er Jah­re im Land Bran­den­burg  erlebt und gestal­tet haben. Aus­gangs­punkt der Recher­che waren die 20. Jah­res­ta­ge der ras­sis­ti­schen Pogro­me in Hoyers­wer­da und Ros­tock-Lich­ten­ha­gen. Wie haben Men­schen in Bran­den­burg die Ereig­nis­se und die Zeit wahr­ge­nom­men? Was ist ihnen in Erin­ne­rung geblie­ben? Wie bewer­ten sie die dama­li­gen Ent­wick­lun­gen heu­te? Wei­ter­le­sen«Blü­hen­de Land­schaf­ten» – Neo­na­zi-Gewalt in Bran­den­burg 1989–1993“