Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus


Alles falsch in Sachsen

Seit etwa einem hal­ben Jahr demons­trie­ren mon­täg­lich tau­sen­de Men­schen in Schnee­berg, Dres­den, Leip­zig und eini­gen ande­ren Kom­mu­nen Sach­sens gegen die Auf­nah­me von Geflüch­te­ten und gegen das Grund­recht auf Asyl. Sie müs­sen das wohl tun, denn sie haben ihre par­tei­po­li­ti­sche «Hei­mat» ver­lo­ren. Die NPD ist im ver­gan­ge­nen Jahr nach zehn Jah­ren abge­wählt wor­den und nicht mehr im Säch­si­schen Land­tag ver­tre­ten. Sie kann nur noch auf 100 Kreis- und Kom­mu­nal­man­da­te für die Durch­set­zung ihrer For­de­run­gen zurück­grei­fen. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass sich die «Schutz suchen­den» Demons­trie­ren­den unter die Ret­tungs­schir­me neu­er poli­ti­scher Kräf­te flüch­ten.

Ganz ohne Gegen­leis­tung wird ihnen das frei­lich nicht gewährt und so müs­sen sie jetzt auch gegen die Gen­de­ri­sie­rung der Gesell­schaft und die Frühse­xua­li­sie­rung von Kin­dern Gesicht zei­gen. Die Bereit­schaft der Abend­spa­zie­ren­den wei­te­re Zie­le zu ver­fol­gen, ermög­lich­te die Kon­sti­tu­ie­rung eines facet­ten­rei­chen Netz­wer­kes. So strei­ten die inzwi­schen nach einem Form­tief in Dres­den am 16.2.2015 wie­der auf mehr als 4000 geschätz­ten «Patrii» nun auch gegen das Selbst­be­stim­mungs­recht von Frau­en, gegen die Russ­land betref­fen­den Sank­tio­nen, gegen die poli­ti­sche Ein­heit Euro­pas, gegen alle Frei­han­dels­ab­kom­men, ganz en vogue auch gegen TTIP und – natür­lich – für mehr Poli­zei.


AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft

Der Tag danachHH16.2.15

Auf den Müll damit: AfD-Pla­kat in ange­mes­se­nem Ton­nen-Ambi­en­te. Gese­hen in der Ham­bur­ger Schüt­zen­stra­ße am Tag danach, den 16.2.2015 Foto: Bur­schel

DIE LINKE hat bei den Bür­ger­schafts­wah­len in Ham­burg mit 8,5 % (2011: 6,4%) und elf Man­da­ten (2011: acht) ein über­zeu­gen­des Votum für eine star­ke lin­ke und kon­struk­ti­ve Oppo­si­ti­ons­po­li­tik erhal­ten. Das ist die gute Nach­richt. Die schlech­te Nach­richt ist, neben wei­ter sin­ken­der Wahl­be­tei­li­gung, der Ein­zug der AfD. Sie erhielt 6,1% der Stim­men und acht Man­da­te und ist damit erst­mals in einem west­deut­schen Lan­des­par­la­ment ver­tre­ten.

Die AfD hat rund 8000 vor­ma­li­ge Nicht­wäh­le­rIn­nen mobi­li­siert. Die CDU ver­lor 8000 Wäh­le­rIn­nen an die AfD, 7000 die SPD, 4000 die FDP und je 1000 LINKE und Grü­ne.


Zum «Rasse»-Begriff in Schulbüchern für den Englischunterricht

Themen : Allgemein, Rassismus · 0 Kommentare · von 13. Februar 2015

Eng­lisch-Schul­bü­cher stel­len einen von weni­gen Räu­men in der BRD dar, in denen das The­ma Ras­sis­mus aktu­ell expli­zit und ver­gleichs­wei­se aus­führ­lich dis­ku­tiert wird. In einer Ana­ly­se von 18 Eng­lisch-Lehr­wer­ken für die Sekun­dar­stu­fe II im Bun­des­land Bre­men, die zwi­schen 2000 und 2010 erschie­ne­nen sind, konn­te ich nach­zeich­nen, wie die­se Aus­ein­an­der­set­zung mit Ras­sis­mus in den Schul­bü­chern selbst in Ras­sis­mus ver­wo­ben ist (Bön­kost 2014). Die­se Ver­stri­ckung macht sich ins­be­son­de­re an der regel­haf­ten Ver­wen­dung des Ras­se­be­grif­fes in den Unter­richts­wer­ken fest. In über 100 Lern­ein­hei­ten der unter­such­ten Bücher wird der Begriff gebraucht. Trotz einer begriff­li­chen Unschär­fe und regel­rech­ten Begriffs­dif­fu­si­tät in eini­gen Lehr­wer­ken kenn­zeich­nen die The­ma­ti­sie­run­gen von «Ras­se» in den Schul­bü­chern bestimm­te Struk­tu­ren. Zum Bei­spiel wird der Begriff am häu­figs­ten mit Bezug auf die USA als Ziel­spra­chen­land benutzt.


Mehr als nur ästhetische Korrekturen

Empower-Was?

Fes­ti­wal­la 2011, Zugangs­pa­ra­de zum Haus der Kul­tu­ren der Welt. Foto: JTB

Als wir vor ziem­lich genau elf Jah­ren in einem der von den Ber­li­ner Quar­tiers­rä­ten soge­nann­ten sozia­len Brenn­punk­te ein Pro­jekt ins Leben rie­fen, bei dem sich Jugend­li­che aus nicht gera­de pri­vi­le­gier­ten Ver­hält­nis­sen selbst «ermäch­tig­ten» und ihre Anlie­gen in Form von Thea­ter, Musik und Tanz auf eine Büh­ne brach­ten, war der Begriff Empower­ment als päd­ago­gi­scher Ansatz im deutsch­spra­chi­gen Raum noch kein Mode­wort, wie es der­zeit ist.

Heu­te erle­ben wir, dass eini­ge Ansät­ze aus der Bür­ger­rechts- und ande­ren Bewe­gun­gen, in der Pri­vat­wirt­schaft, in den Chef­eta­gen glo­ba­ler Kon­zer­ne und nun auch lang­sam – oft im Schne­cken­tem­po, aber doch zuneh­mend – Ein­gang in behä­bi­ge­re und struk­tur­kon­ser­va­ti­ve­re Insti­tu­tio­nen fin­den wie Schu­len, den öffent­li­chen Dienst und staat­lich geför­der­te Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen in Deutsch­land. Dies ist zum einen sicher­lich der Tat­sa­che geschul­det, dass es mitt­ler­wei­le end­lich auch in Deutsch­land ein All­ge­mei­nes Gleich­be­hand­lungs­ge­setz gibt, auf des­sen Umset­zung die EU pocht; zum ande­ren ist es auch Aus­druck der Kri­se z.B. der eta­blier­ten Kul­tur­be­trie­be, die ange­sichts lee­rer Zuschau­er­rän­ge den Druck ver­spü­ren, Ver­jün­gungs- und Moder­ni­sie­rungs­stra­te­gi­en zu erpro­ben.

So wird unter dem Stich­wort Diver­si­ty von Personaler_innen die bahn­bre­chen­de Erkennt­nis ver­han­delt, dass inter­kul­tu­rel­le Beleg­schaf­ten und Teams eine Berei­che­rung dar­stel­len kön­nen oder dass qua­li­fi­zier­te Frau­en, Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund oder Behin­de­run­gen, nach­dem sie jahr­zehn­te­lang dis­kri­mi­niert wur­den und immer noch wer­den, den Insti­tu­tio­nen nicht unbe­dingt von allei­ne die Bude ein­ren­nen, son­dern dass es dazu auch Ermu­ti­gung und direk­ter Anspra­che, viel­leicht sogar spe­zi­el­ler För­der­pro­gram­me oder gar Quo­ten bedarf. Empower­ment-Ansät­ze gel­ten mitt­ler­wei­le als Qua­li­täts­merk­mal in Pro­jekt­an­trä­gen für För­der­mit­tel und man­cher Akademiker_in in der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung wer­den mit­tels des neu­en «Fixstern(s) am Him­mel der psy­cho­so­zia­len Arbeit» gar neue Job­chan­cen eröff­net. Ein Grund zur Freu­de? Wir sehen das mit gemisch­ten Gefüh­len und einer ordent­li­chen Por­ti­on Skep­sis.


We can breathe

Pre­lude

Als ich in den letz­ten Mona­ten gefragt wur­de, wie es mir geht, konn­te ich meis­tens nur «bes­ser» sagen. Denn die­ses «bes­ser» war für mich exis­ten­zi­ell wich­tig. Es beschrieb im Kern, wie es mir ging. Es folg­te meis­tens die­ser merk­wür­di­ge Moment, in dem mir auf­grund der Reak­ti­on mei­nes Gegen­übers klar wur­de, dass mei­ne Ant­wort nicht ver­ständ­lich ist, solan­ge ich nicht benen­ne, war­um es mir denn vor­her «schlecht» gegan­gen war. Es reich­te nicht zu sagen, wor­in die Ver­bes­se­rung bestand, nein. Ich war irgend­wie gezwun­gen zu benen­nen, was mein Bezugs­punkt war. Was eigent­lich der Aus­gangs­punkt des «bes­ser» war. Um die­sen merk­wür­di­gen Moment und die dar­auf fol­gen­de Erklär­dy­na­mik zu ver­mei­den, ant­wor­te­te ich manch­mal mit «gut». Doch das war eine Lüge. Und ich ent­schied mich für die Wahr­heit. Ich ent­schied, das vor­an­ge­gan­ge­ne «Schlech­te» offen zu benen­nen. Seit­dem fra­ge ich mich wie­der: Ist es mög­lich, über Selbst­stär­kung und -ermäch­ti­gung zu spre­chen, ohne dar­über zu spre­chen, was mich schwächt und ent­mäch­tigt? Ist es eigent­lich mög­lich, immer und immer wie­der die Befrei­ung mei­nes Kör­pers zu pro­ben, ohne zugleich auch auf­zu­zei­gen, wer oder was mir Frei­heit raubt? Kann ich von mei­ner Hei­lung spre­chen, ohne davon zu spre­chen, was mich krank macht?


Erinnern ist Empowerment

Themen : Allgemein, Empowerment?!, Migration · 0 Kommentare · von 14. Januar 2015

Bênav lebt in Diyarbakır, der kur­di­schen Metro­po­le im Süd­os­ten der Tür­kei. Er ist Video-Per­for­mance-Künst­ler. Er wirft mit Milch­pa­ckun­gen und Oran­gen um sich und wen­det sich um die lau­fen­de Nebel­ma­schi­ne hin und her, wäh­rend er von kur­di­schen Dör­fern erzählt, die in der Ver­gan­gen­heit dem Erd­bo­den gleich­ge­macht wur­den. In sei­nem wut­end­brann­ten Mono­log spricht er von ver­lo­ren­ge­gan­ge­ner Geschich­te und unter­drück­ter Iden­ti­tät, von gestoh­le­nen Namen und der Suche nach Gerech­tig­keit. Dafür steht Mely Kiyaks Figur im Thea­ter­stück «Auf­stand», das am 20. Novem­ber 2014 im Maxim-Gor­ki-Thea­ter in Ber­lin Pre­mie­re hat­te. Zum Ende des Auf­tritts spricht der Prot­ago­nist eine Wahr­heit des Wider­stan­des aus: «Erin­nern ist Auf­stand.» Bênav sucht nach Erzäh­lun­gen und Rea­li­tä­ten, die in hege­mo­nia­ler Geschichts­schrei­bung mund­tot gemacht wer­den. Sein Auf­stand ist einer der Erin­ne­rung. Erin­nern ist Auf­stand. Erin­nern ist aber auch Empower­ment. Dafür braucht es Geschich­ten über Ver­gan­ge­nes, Gegen­wär­ti­ges und Zukünf­ti­ges. Die­se legen die Basis für den Stoff, aus dem Iden­ti­tä­ten ent­ste­hen.


Rechte statt Fürsorge

Im Sep­tem­ber 2013 wur­de vom Euro­päi­schen Par­la­ment die Stu­die «Empower­ment of Roma Women wit­hin the European Frame­work of Natio­nal Roma Inclu­si­on Stra­te­gies» her­aus­ge­ge­ben. In die­ser gut 98 Sei­ten schwe­ren Stu­die wird Empower­ment ver­stan­den als: «das Kon­zept der För­de­rung von Roma-Frau­en – also der Stär­kung ihrer Gestal­tungs- und Ent­schei­dungs­macht –, um auf die­ser Basis die der­zei­ti­gen Lebens­be­din­gun­gen von Roma-Frau­en zu ana­ly­sie­ren, die jewei­li­gen natio­na­len Stra­te­gi­en zur Inte­gra­ti­on der Roma zu beleuch­ten und bewähr­te Prak­ti­ken zu ermit­teln.»

Ten­den­zi­ell ist die­ser Bericht, eben­so wie auch die vor­an­ge­gan­ge­nen EU-Berich­te zur Lage der Roma-Frau­en, durch fol­gen­de «Merk­ma­le» gekenn­zeich­net:


Powersharing: Was machen mit Macht?!

Macht klingt für die meis­ten erst ein­mal nach etwas, das ziem­lich weit weg ist. Nach etwas, das Vor­ge­setz­te oder Staats­ober­häup­ter haben. Tat­säch­lich geht beson­ders viel Macht von Insti­tu­tio­nen und den Men­schen aus, die dar­in hohe Posi­tio­nen beset­zen. Aber Macht­struk­tu­ren wer­den auch durch all­täg­li­che Hand­lun­gen pro­du­ziert und gestärkt. Wenn es Men­schen gibt, die auf­grund ihrer ver­meint­li­chen Her­kunft durch Ras­sis­mus dis­kri­mi­niert und aus­ge­schlos­sen wer­den, haben die­je­ni­gen die als natür­lich zuge­hö­rig gel­ten, auto­ma­tisch bes­se­re Chan­cen. Durch täg­li­che Ein- und Aus­schlüs­se wer­den man­che Men­schen dis­kri­mi­niert, ande­re haben dadurch Vor­tei­le und Pri­vi­le­gi­en.

Der Ansatz des Powers­ha­ring rich­tet sich an alle die, die struk­tu­rell pri­vi­le­giert sind und ein poli­ti­sches Inter­es­se dar­an haben, die­se Struk­tu­ren hin zu einer gerech­te­ren Ver­tei­lung von Macht und Zugän­gen zu ver­schie­ben. Daher fragt der Powers­ha­ring-Ansatz danach: Wie und wo kann ich mei­ne Hal­tung und mein Han­deln ver­än­dern, um mich für eine gerech­te Gesell­schaft ein­zu­set­zen?


«If you can’t say love…» – Ein Empowerment-Flow zu Individuum, Diaspora-Community und pädagogischer Reflexion

Themen : Allgemein, Empowerment?!, Rassismus · 0 Kommentare · von und 14. Januar 2015

Intro: Lau­ra Mvu­la / «Sing to the Moon»

Sebas­ti­an Fle­a­ry: Es pas­sie­ren in mei­ne Augen gera­de im Empower­ment-Bereich in Deutsch­land vie­le gute, star­ke Sachen. Ich habe das Gefühl, dass das, was da pas­siert, auch viel mit Inspi­ra­ti­on, mit Anre­gun­gen und Wei­ter­kom­men zusam­men­hängt. Das ist echt für mich eine der Her­aus­for­de­run­gen von Empower­ment: Irgend­wie habe ich eine Wahl, ich kann ent­schei­den, wor­auf ich mei­ne Ener­gie rich­te. Klar gibt es einen bestimm­ten Rah­men, der mir eini­ge Sachen ver­wehrt. Ich bin nicht völ­lig frei, alles zu tun, was ich will. Es gibt auch 2014 immer noch ein­deu­tig Bar­rie­ren, Aus­schlüs­se und Gefah­ren für PoC in Deutsch­land. Und in die­sem Rah­men kann ich Ent­schei­dun­gen tref­fen. bell hooks spricht in die­sem Kon­text viel von «choo­sing». In die­sem Rah­men möch­te ich mich dafür ent­schei­den, mei­ne Ener­gie auf Din­ge zu rich­ten, bei denen ich das Gefühl habe, die gehen vor­wärts – und dabei geht es mir dar­um, was du tust. Ich fin­de dabei den Blick auf Dia­spo­ra  echt span­nend. Und auch den Blick auf Com­mu­ni­ty. Zusam­men­ge­dacht, fin­de ich es gera­de span­nend mit Blick auf die Empower­ment-Bewe­gung in Deutsch­land, sich Dia­spo­ra-Com­mu­nities anzu­schau­en und zu fokus­sie­ren. Für mich ist Com­mu­ni­ty etwas sehr Greif­ba­res, sehr Hap­ti­sches, sehr Ana­lo­ges und gleich­zei­tig ist Com­mu­ni­ty auch spi­ri­tu­ell, ver­bun­den und digi­tal. Sie ist mehr­di­men­sio­nal und mul­ti-per­spek­ti­visch.


Pädagogin 2.0

Themen : Allgemein, Empowerment?!, Rassismus · (1) Kommentar · von 14. Januar 2015

In Vor­be­rei­tung auf die­sen Text gab ich «Empower­ment» bei Goog­le ein, um mich ein wenig inspi­rie­ren zu las­sen, und erhielt 53.800.000 Ergeb­nis­se. Vie­le aka­de­mi­sche Tex­te habe ich gele­sen, vie­le über­flo­gen, eini­ge nicht ver­stan­den und eini­ge sehr gut gefun­den. Ehr­lich gesagt, kann ich das Kon­zept trotz­dem immer noch nicht rich­tig erfas­sen. Viel­leicht, weil es nicht rich­tig plan­bar ist, zu «empowern» und kon­kret genug ist es auch nicht immer: Empower­ment ist kein kla­res, durch­sich­ti­ges Kon­zept. Seit ein paar Jah­ren umgibt mich die­ser mitt­ler­wei­le in bestimm­ten poli­ti­schen Krei­sen zum Main­stream gewor­de­ne, in der poli­ti­schen Arbeit unent­behr­li­che und viel­schich­ti­ge Begriff.

Nun ist es bereits zwölf Jah­re her, dass ich die Aus­bil­dung zur Erzie­he­rin absol­vier­te und anfing, in einer Kin­der­ta­ges­stät­te im Ber­li­ner Bezirk Wed­ding zu arbei­ten. Ich lese ab und zu immer noch gern mein Jahr­gangs­buch zum Abschluss der Aus­bil­dung, um mich immer wie­der an die Tuğ­ba von damals zu erin­nern. Jede Per­son der Klas­se bekam dort eine Sei­te zum Aus­fül­len. Erzählt wird dar­in von schö­nen Erin­ne­run­gen wäh­rend der Schul­zeit, von guten und schlech­ten Eigen­schaf­ten, Träu­men und es ist jeweils ein sehr viel­sa­gen­des indi­vi­du­el­les Lebens­mot­to mit­ge­ge­ben. Mein Traum: «Es bes­ser machen als ande­re und eine der bes­ten Erzie­he­rin­nen sein.» Beim Lebens­mot­to schrieb ich und konn­te mich wie so oft nicht für einen Satz fest­le­gen: «Behan­de­le ande­re Men­schen so, wie du behan­delt wer­den willst!!!» und «Die, die nichts zu sagen haben, reden viel. Die, die was zu sagen haben, hin­ge­gen kaum!»