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Themen : Allgemein, Sexarbeit · 0 Kommentare · von 17. Juni 2014

Von Doris Win­ter

PG Macio­ti spricht mir aus dem Her­zen. Ich fing mit 18 Jah­ren mit Sex­ar­beit an und habe vie­le Jah­re ange­schafft. Dabei litt ich sowohl unter der frü­he­ren Gesetz­ge­bung vor 2002 als auch unter dem Huren­stig­ma. Nicht unter mei­nem Job selbst, den moch­te ich, schon allei­ne wegen der finan­zi­el­len Unab­hän­gig­keit, der frei­en Zeit­ein­tei­lung und den Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten jeder ein­zel­nen Situa­ti­on. Ich lern­te viel und habe nie bereut, die­sen Weg ein­ge­schla­gen zu haben. Par­al­lel dazu begann ich eine Aus­bil­dung, um eine beruf­li­che Alter­na­ti­ve in der Tasche zu haben. Auch damals gab es schon eine Art «Ret­tungs­in­dus­trie». Ich geriet an einen Ermitt­lungs­rich­ter, der unbe­dingt mei­nen dama­li­gen Bor­dell­be­trei­ber ein­buch­ten woll­te. Das woll­te aller­dings ich nicht, denn mein Arbeits­platz war fair orga­ni­siert, ich war zufrie­den dort.