Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus


Afrin-Demo: Deutschland, Du Hund!

Afrin-Demo: Deutschland, Du Hund!

Meh­re­re Tau­send Men­schen zogen ges­tern Nach­mit­tag (4. Febru­ar 2018), mit einer anti­fa­schis­ti­schen Demons­tra­ti­on durch Kreuz­berg und Neu­kölln und pro­tes­tier­ten gegen…


CasaPound Italia“ on the rise: „Faschisten des Dritten Jahrtausends“ marschieren mit 5.000 Leuten durch Rom

Geball­te Ladung ita­lie­ni­scher Faschos beim „römi­schen Gruß“ zum Geden­ken an „gefal­le­ne Kame­ra­den“ Anfang Janu­ar in Rom : Gru­sel-Screen­shot auf Youtube

Rund 5.000 Mit­glie­der und Anhänger_innen der faschis­ti­schen Par­tei „Casa­Pound Ita­lia“ zogen am Sonn­tag, 7. Janu­ar 2018, in einem Gedenk­marsch von der Piaz­za San Gio­van­ni zur Via Acca Laren­tia. Anlass des Gedenk­mar­sches durch den römi­schen Stadt­teil Tus­co­la­no war der Jah­res­tag eines Atten­tats aus den 1970er Jah­ren, aus den „Anni di Piom­bo“ — der „blei­er­nen Zeit“ — wie man auch in Ita­li­en die Zeit der poli­tisch sehr gewalt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den ver­schie­de­nen poli­ti­schen Lagern der 1970er nennt. Bei dem Atten­tat han­del­te es sich um den Mord an zwei bzw. drei rech­ten Jugend­li­chen vor dem Sitz der faschis­ti­schen Par­tei „Movi­men­to Socia­le Ita­lia­no“ (MSI) in der Via Acca Laren­tia am 7. Janu­ar 1978.


Faszinierende „Angstmacher“: Unsystematische Abschweifungen zu Thomas Wagners „1968 und die Neue Rechte“

in erin­ne­rung an hen­ning eichberg

Von Volk­mar Wölk

Manch­mal sind es Klei­nig­kei­ten, die bei einem Buch, das man gera­de ver­schlun­gen hat, nach­träg­lich zu einem Grum­meln füh­ren, das all­mäh­lich immer stär­ker wird. So wie bei einem lecke­ren Gericht des­sen reich­li­che und inter­es­san­te Wür­zung dazu geführt hat, dass zunächst nicht zu bemer­ken war, dass das Haupt­pro­dukt wohl nicht mehr ganz frisch war. Beim jüngs­ten Buch von Tho­mas Wag­ner, „Die Angst­ma­cher. 1968 und die Neue Rech­te“, einem sowohl sehr lesens­wer­ten als auch sehr dis­kus­si­ons­be­dürf­ti­gen Band, war der Aus­lö­ser die­ses zuneh­men­den Unwohl­seins der Teil eines Gesprächs des Autors mit Hen­ning Eich­berg, einem lang­jäh­rig füh­ren­den Ideo­lo­gen der natio­nal­re­vo­lu­tio­nä­ren Strö­mung der Neu­en Rech­ten[1], das in dem Kapi­tel „Der Sound der Lin­ken“ wört­lich wie­der­ge­ge­ben wird.


Wortergreifungsstrategie auf Italienisch

Themen : Europäischer Faschismus, Migration, Rassismus · 0 Kommentare · von 26. November 2017

Ita­lie­ni­sche Faschis­ten spren­gen eine Ver­an­stal­tung zu Islam und Ter­ro­ris­mus Bild: Screen­shot Gazzet­ta di Mantova

Die 23jährige Marok­ka­ne­rin Chai­maa Fatihi von der „Asso­cia­zio­ne Gio­va­ni Musul­ma­ni d’Italia“ (Ver­ei­ni­gung jun­ger Mus­li­me Ita­li­ens) woll­te am Frei­tag, 24. Novem­ber 2017, in der Gemein­de Medo­le, Pro­vinz Man­tua, ihr Buch „Non ci avre­te mai — Let­te­ra aper­ta di una musul­ma­na ita­lia­na ai ter­ro­ris­ti“ vor­stel­len. In die­sem „offe­nen Brief einer jun­gen Mus­li­ma“ rich­tet sie sich gegen den Ter­ror, der im Namen des Islam aus­ge­übt wird.


Italien: Neun Prozent für CasaPound in Ostia

Wahlerfolg für CasaPound Italia: Neun Prozent für die „fascisti del terzo millennio“ in römischem Stadtteil

Luca Mar­sel­la zieht in Roms Stadt­teil Ost­ia ins Kom­mu­nal­par­la­ment ein und ver­spricht sei­nen Wähler_innen „ihre Wut in die Stadt­ver­wal­tung zu tragen“.

Von Heiko Koch

Im Muni­ci­pio X, dem römi­schen Stadt­be­zirk Ost­ia, war am 5. Novem­ber 2017 Wahl. Zwei Jah­re lang war der Stadt­be­zirk auf Grund von Ver­stri­ckun­gen der ört­li­chen Ver­wal­tung mit der Mafia kom­mis­sa­risch ver­wal­tet wor­den. Nun stan­den erneut Wah­len für den 150 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßen und unge­fähr 230.000 Einwohner_innen zäh­len­den Bezirk am Tyr­rhe­ni­schen Meer an.


AfD: Privatisierungs- und Verarmungspartei

Eine Ana­ly­se des Pro­gramms der Par­tei „Alter­na­ti­ve für Deutsch­land“ zeigt: völ­kisch und fami­li­en­po­li­tisch reak­tio­när, das war ja klar. Aber auch ohne ihre neo­li­be­ra­len Grün­der­pro­fes­so­ren ran­ken sich die Ideo­lo­gien der Ungleich­heit im Pro­gramm die­ser deutsch­na­tio­na­len und rechts­ra­di­ka­len Par­tei um einen neo­li­be­ra­len und pri­va­ti­sie­rungs­ori­en­tier­ten Kern, mit dem die Rei­chen wei­ter rei­cher, die Armen wei­ter ärmer wür­den. Mehr lesen