Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus



Website „Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“ jetzt aktualisiert

Besu­cher der Aus­stel­lung ‚Opfer rech­ter Gewalt‘, Bild: Opfer­per­spek­ti­ve e.V.

Zum 20. Todes­tag von Sven Beu­ter geht die Opfer­per­spek­ti­ve mit ihrer aktua­li­sier­ten Web­site zu Todes­op­fern rech­ter Gewalt in Bran­den­burg online. Im Vor­der­grund steht ver­stärkt das Geden­ken an die seit 1990 von Nazis Getö­te­ten. Neue Erkennt­nis­se wur­den in die Dar­stel­lun­gen und Ein­schät­zun­gen der Todes­fäl­le ein­be­zo­gen. Wir doku­men­tie­ren hier die Pres­se­mit­tei­lung der geschätz­ten Kolleg_innen der Opfer­per­spek­ti­ve e.V. vom 15. Febru­ar 2016:

Uns ist es wich­tig, an die Todes­op­fer rech­ter Gewalt zu erin­nern und sie nicht zu ver­ges­sen. Sie alle waren Men­schen mit Träu­men und Zie­len, waren Freun­de, Brü­der oder Fami­li­en­vä­ter, die plötz­lich aus dem Leben geris­sen wur­den, weil die Täter men­schen­ver­ach­ten­de Ein­stel­lun­gen ver­in­ner­licht hat­ten“, betont Judith Porath von der Opfer­per­spek­ti­ve.

Am 15. Febru­ar 1996 wur­de Sven Beu­ter, ein schmäch­ti­ger Punk, in Bran­den­burg an der Havel von dem stäm­mi­gen rech­ten Skin­head Sascha L. zu Tode geprü­gelt. Behör­den hat­ten die Tat zunächst als riva­li­sie­ren­de Jugend­ge­walt ver­harm­lost, heu­te erin­nert ein Gedenk­stein am Angriffs­ort an Sven Beu­ther.

Die Web­site stellt ein­dring­lich die Schick­sa­le von Sven Beu­ter und ande­rer Todes­op­fer dar und infor­miert über die Tat­her­gän­ge und die Ergeb­nis­se der Gerichts­ver­fah­ren. Loka­le Geden­kinitia­ti­ven und Bran­den­bur­ger Gedenk­or­te wer­den vor­ge­stellt, eben­so wer­den umfang­rei­che Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu der poli­ti­schen Debat­te über die feh­len­de staat­li­che Aner­ken­nung vie­ler Todes­op­fer rech­ter Gewalt gelie­fert. Hin­wei­se auf Publi­ka­tio­nen und Down­loads von Bro­schü­ren sowie Bil­der und Fil­me ergän­zen das Inter­net­an­ge­bot. Die Web­site ist für die Nut­zung mit mobi­lem End­ge­rä­ten opti­miert.

In die Über­ar­bei­tung der Web­site und die Neu­be­wer­tung ein­zel­ner Todes­fäl­le flos­sen neue Infor­ma­tio­nen ein, die erst im Rah­men der Stu­die des Moses-Men­dels­sohn Zen­trum der Uni­ver­si­tät Pots­dam „Todes­op­fer rechts­ex­tre­mer und ras­sis­ti­scher Gewalt in Bran­den­burg (1990–2008)“ 2015 öffent­lich bekannt wur­den.

Pres­se­mit­tei­lung der Opfer­per­spek­ti­ve e.V.


SHARE :