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Rezension: Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Themen : Allgemein, Gedenkpolitiken, Geschichte · 0 Kommentare · von 10. März 2015

Mar­cel Bois: Kom­mu­nis­ten gegen Hit­ler und Sta­lin. Die lin­ke Oppo­si­ti­on der KPD in der Wei­ma­rer Repu­blik. Eine Gesamt­dar­stel­lung, Klar­text­ver­lag, Essen 2014, 613 S.

Die MonBois.inddogra­fie basiert auf der im Juli 2014 ver­tei­dig­ten Dis­ser­ta­ti­on des Autors. Nach dem Stu­di­um des Kom­pen­di­ums ist man geneigt, der selbst­be­wuss­ten Behaup­tung im Unter­ti­tel zu glau­ben. Eine Gesamt­dar­stel­lung über eine Grup­pie­rung in der deut­schen Arbei­ter­be­we­gung wird vor­ge­legt, ein facet­ten­rei­cher Text über die Lin­ke Oppo­si­ti­on der KPD der Wei­ma­rer Repu­blik. Vie­le Per­so­nen, Ereig­nis­se und Doku­men­te wer­den vor­ge­stellt und bewer­tet.

Die bemer­kens­wer­te Aus­sa­ge. Mar­cel Bois räumt mit der ver­brei­te­ten Illu­si­on auf, die Lin­ke Oppo­si­ti­on habe vor allem aus Intel­lek­tu­el­len wie Ruth Fischer, Arca­dy Maslow, wie Wer­ner Scho­lem, Iwan Katz, Karl Korsch und ande­ren bestan­den, sie hät­ten nur weni­ge Anhän­ger in der Arbei­ter­klas­se beses­sen. Vor allem am Wir­ken der erst­mals gründ­lich unter­such­ten soge­nann­ten Wed­din­ger Oppo­si­ti­on wird schlüs­sig nach­ge­wie­sen: Die Lin­ke Oppo­si­ti­on war kei­ne „rei­ne Intel­lek­tu­el­len-Strö­mung.“ Sie war viel­mehr „an vie­len Orten in der loka­len Arbei­ter­be­we­gung ver­an­kert.“ (S. 525f.)