Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus


Jetzt reden wir!“ Die Bewohner von Ellwangen melden sich zu Wort.

In der Debatte um die Geschehnisse in Ellwangen dokumentieren wir die Pressemitteilung und Einladung zur Pressekonferenz der Bewohner dieser Einrichtung.
Viel wurde über uns geredet, jetzt reden wir!

Ellwangen und kein Ende. Zu den Angriffen Alexander Dobrindts auf das Grundrecht

Weiter geht es mit der Debatte zu Ellwangen. Wir dokumentieren die Pressemitteilung des Republikanischen Anwaltsverein RAV vom 7. Mai 2018
 Frontal-Angriff auf den Rechtsstaat — Alexander Dobrindt (CSU) gegen das Grundrecht auf Rechtsschutz

A Very Big SALUTE to the Refugee Resistance in Ellwangen

Themen : Allgemein, Flucht & Asyl · 0 Kommentare · von 8. Mai 2018
Yes, Rechtsstaat!“ Unsere Freund*innen von The VOICE Refugee Forum bringen einen wichtigen Aspekt in die unsägliche Debatte zu Ellwangen, den Protesten von Geflüchteten gegen Abschiebungen, den nächtlichen Überfallkommandos der Polizei in den Lagern sowie zu dem Punkt der Beschädigung unseres Rechtsstaates.

Donauwörth: Massive Polizeigewalt gegen Geflüchtete

Donauwörth: Massive Polizeigewalt gegen Geflüchtete

Stel­lung­nah­me der Betrof­fe­nen und der Grup­pe Anti­ra Muc zur Poli­zei­ge­walt in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Donau­wörth am 14. März 2018 Am…


Wurzen again: „Das Problem heißt Rassismus“ – Antifa-Kundgebung im braunen Herzen des Muldentals

Es war in der Tat wie­der gru­se­lig in Wur­zen, wo etwa 250 Antifaschist_innen gegen die aktu­el­len ras­sis­ti­schen Angrif­fe auf Geflüch­te­te pro­tes­tier­ten. Es war klar, dass unter den Demons­trie­ren­den kaum Men­schen aus Wur­zen sein wür­den und das sich Leu­te von der Demo, die sich außer­halb der Poli­zei­sper­ren um den Kund­ge­bungs­ort im Stadt­park direkt neben dem Bahn­hof der Joa­chim-Rin­gel­natz-Stadt bewegt hät­ten, sich in gro­ße Gefahr bege­ben hät­ten, denn die Stra­ßen kon­trol­liert dort der orga­ni­sier­te Nazimob: eine neue SA mar­schiert in Wur­zen und anders­wo (wie etwa zeit­gleich in Cott­bus). Aus gege­be­nem Anlass doku­men­tie­ren wir hier den Demo­auf­ruf des Bünd­nis­ses „Irgend­wo in Deutsch­land“, der auf die schwe­ren ras­sis­ti­schen Angrif­fe, die ver­hee­ren­de media­le Bericht­erstat­tung und die erschre­cken­den poli­zei­li­chen und poli­ti­schen Reak­tio­nen dar­auf ein­geht. Dar­un­ter die Pres­se­mit­tei­lung des Bünd­nis­ses zu den Angrif­fen schwer bewaff­ne­ter Nazis auf die Anti­fa-Demons­tra­ti­on am Sams­tag:

Im Stadt­park von Wur­zen: Umla­gert von Poli­zei und Neo­na­zis erho­ben rund 250 Kundgebungsteilnehmer_innen ihre Stim­me gegen den ras­sis­ti­schen Kon­sens in der Rin­gel­natz-Stadt Foto: Bur­schel


Wirklich Willkommen? Anmerkungen zum Thema deutsche «Willkommenskultur»

Wirklich Willkommen? Anmerkungen zum Thema deutsche «Willkommenskultur»

Seit die kata­stro­pha­le Lage an den euro­päi­schen Gren­zen im Som­mer 2015 die Bun­des­re­gie­rung dazu nötig­te, mehr Geflüch­te­te auf­zu­neh­men, ist die…


Löbau: „Wir fordern ein Ende des Kuschelns mit AfD und PEGIDA

Logo der Augen Aug e.V.Auch in Löb­au hat es am Wochen­en­de 20./21. Febru­ar 2016 einen gefähr­li­chen Anschlag mit Molo­tow­cock­tails auf eine Geflüch­te­ten-Unter­kunft gege­ben. Das Gebäu­de beher­bert der­zeit 300 Asyl­su­chen­de, der Anschlag war also ver­such­ter Mord an den Bewoh­nern. Wir doku­men­tie­ren hier die Pres­se­mit­tei­lung der geschätz­ten Kolleg_innen von „Augen auf e.V.“ Ober­lau­sitz:

Die Saat geht auf – gedüngt durch eine Kultur des Schweigens und Wegsehens

Säch­si­sche, zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven ver­ur­tei­len den ver­such­ten Brand­an­schlag auf das Flücht­lings­heim in Löb­au und die unglaub­li­che Pogrom­stim­mung wäh­rend und nach dem Brand eines geplan­ten Flücht­lings­hei­mes in Baut­zen und for­dern von der demo­kra­ti­schen Gesell­schaft kon­se­quen­tes und ent­schlos­se­nes Han­deln.


Marathon auf dem Balkan

Foto: bordermonitoring.eu

Von Akti­vis­ten ange­brach­te Weg­wei­ser (Foto: bor​der​mo​ni​to​ring​.eu)

Nach­dem wir nun seit eini­gen Tagen auf der Bal­kan­rou­te unter­wegs sind, habe ich mehr und mehr das Gefühl, einem Mara­thon über etli­che Län­der hin­weg zu fol­gen. Den Flücht­lin­gen dürf­te es ähn­lich gehen: Es geht nicht nur dar­um, das Ziel schnellst mög­lich zu errei­chen – die meis­ten sind erst vor weni­gen Tagen aus der Tür­kei auf­ge­bro­chen – son­dern es gibt an etli­chen Punk­ten auch «Ver­sor­gungs­sta­tio­nen», wo Was­ser, Obst, Koh­len­hy­dra­te und medi­zi­ni­sche Betreu­ung ange­bo­ten wer­den. Eben wie bei einem Mara­thon.


Dialog der Klapptafeln

«We will rise»-Aus­stel­lung zur Refu­gee-Bewe­gung

Kurz vor der Aus­stel­lungs­er­öff­nung Anfang August kam es zu einer hef­ti­gen Debat­te. Im Hof des Fried­richs­hain-Kreuz­berg-Muse­ums dis­ku­tier­ten die Ausstellungsmacher_innen mit der Muse­ums­lei­tung dar­über, ob und wie die Refu­gee-Bewe­gung die Poli­tik des Bezirks kri­ti­sie­ren darf. Der Bezirks­teil Kreuz­berg war einer der Kris­tal­li­sa­ti­ons­punk­te der neu­er­lich erstark­ten Bewe­gung der letz­ten Jah­re. Hier befin­den sich der Ora­ni­en­platz mit dem berühmt gewor­de­nen Pro­test­camp und die mit einem mas­si­ven Poli­zei­auf­ge­bot geräum­te Ger­hart-Haupt­mann-Schu­le.


Of Hope. Ungarn und der lange Sommer der Migration

Quelle: Migrant Solidarity Group of Hungary (http://MigSzol.com)

Foto von Migrant Soli­da­ri­ty Group of Hun­ga­ry (http://​MigS​zol​.com)

Bahn­hof Buda­pest Keleti, in der Nacht von Frei­tag, 4. Sep­tem­ber auf Sams­tag 2015. Kurz nach Mit­ter­nacht. Bus­se des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs kom­men an, von Ungarns Regie­rung geschickt, um die Flücht­lin­ge, die dort seit rund einer Woche cam­pie­ren, an die unga­risch-öster­rei­chi­sche Gren­ze zu brin­gen. Noch miss­trau­isch, ob es sich erneut um einen hin­ter­häl­ti­gen Trick der Regie­rung han­delt, war­ten vie­le Flücht­lin­ge erst ein­mal ab. Doch lang­sam bestei­gen sie die Bus­se und machen sich wie­der auf den Weg, an die nächs­te Gren­ze. Nach Tagen des Aus­har­rens sind sie wie­der unter­wegs, und nach Tagen brül­len­der Hit­ze setzt plötz­lich, als ob auch das Wet­ter einen Schluss­strich unter die­se Woche der Kämp­fe set­zen will, leich­ter Regen ein.

Im Lau­fe der Nacht und am dar­auf fol­gen­den Tag über­schrei­ten mehr als 10 000 Flücht­lin­ge die öster­rei­chi­sche Gren­ze. Öster­reich und Deutsch­land hat­ten sich bereit erklärt, sie ein­rei­sen zu las­sen. Vie­le wei­te­re machen sich auf den Weg. Wir wol­len in die­sem Arti­kel reka­pi­tu­lie­ren, was sich in der Woche in Ungarn und Euro­pa zuge­tra­gen hat und ein­schät­zen, was es für die Zukunft des euro­päi­schen Migra­ti­ons- und Grenz­re­gimes bedeu­tet.