Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus



«Der Ausweg für die muslimischen Gesellschaften führt weder über eine pauschale Verurteilung westlicher Vorstellungen, Ideale und Errungenschaften noch über die dogmatische Umsetzung einer überholten Auffassung islamischer Grundsätze und Werte.»

Themen : Allgemein, Religion · No Comments · von 10. Dezember 2015

Ein Inter­view mit dem liba­ne­si­schen Wis­sen­schaft­ler Karim Sadek über den Islam, die Demo­kra­tie und den tune­si­schen Den­ker und Mit­be­grün­der der isla­mi­schen Par­tei Ennah­da, Rachid al-Ghan­nou­chi.

Einer der Haupt­kri­tik­punk­te am Islam ist die Behaup­tung, Islam und Demo­kra­tie sei­en nicht mit­ein­an­der ver­ein­bar. Wie ste­hen Sie hier­zu?

Erlau­ben Sie mir zunächst fol­gen­de Bemer­kung: Selbst wenn wir der Dis­kus­si­on zulie­be annäh­men, dass die­se Behaup­tung zutrifft, soll­ten wir uns fra­gen, war­um es denn eine Kri­tik am Islam dar­stel­len wür­de, wenn sich die­ser als inkom­pa­ti­bel mit der Demo­kra­tie erweist?

Es ist wich­tig, dies nicht als selbst­ver­ständ­lich vor­aus­zu­set­zen, ins­be­son­de­re wenn wir an einer kon­struk­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit denen inter­es­siert sind, die uns kri­ti­sie­ren. Dar­über hin­aus sind die Begrif­fe die­ser Fra­ge unklar. Spre­chen wir bei­spiels­wei­se über Islam und Demo­kra­tie auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne, auf indi­vi­du­el­ler Ebe­ne oder auf staat­li­cher Ebe­ne? Befas­sen wir uns für einen Moment mit der staat­li­chen Ebe­ne. Für einen sinn­vol­len Ansatz hin­sicht­lich der Fra­ge, ob Islam und Demo­kra­tie auf staat­li­cher Ebe­ne mit­ein­an­der ver­ein­bar sind oder nicht, müs­sen wir zwei wenig hilf­rei­che, wenn nicht sogar sinn­ent­leer­te Extre­me außen vor las­sen. Wenn wir bei­spiels­wei­se Demo­kra­tie ober­fläch­lich nur im Sin­ne demo­kra­ti­scher Wah­len ver­ste­hen, dann ist die Vor­stel­lung eines demo­kra­ti­schen isla­mi­schen Staa­tes leicht auf­recht­zu­er­hal­ten. Wenn wir hin­ge­gen Demo­kra­tie umfas­sen­der als kraft­vol­len leben­di­gen offe­nen und frei­en demo­kra­ti­schen öffent­li­chen Raum ver­ste­hen, könn­ten wir uns immer noch leicht einen schwä­cher aus­ge­stal­te­ten isla­mi­schen Staat vor­stel­len, der eben­falls demo­kra­tisch ist. Je nach­dem von wel­cher Ebe­ne wir spre­chen und je nach­dem wie wir die Begrif­fe aus­le­gen, wer­den wir zu unter­schied­li­chen Ant­wor­ten kom­men und die Aus­sa­ge­kraft unse­rer Ant­wor­ten wird sich deut­lich unter­schei­den.

In mei­ner eige­nen For­schung befas­se ich mich mit den Arbei­ten von Rachid al-Ghan­nou­chi, als Ver­tre­ter eines Trends des isla­mi­schen Erwe­ckungs­ge­dan­kens und der Erwe­ckungs­be­we­gung, und tre­te für ein dem Wesen nach isla­mi­sches und gleich­zei­tig radi­kal-demo­kra­ti­sches Poli­tik­ver­ständ­nis ein. Mit radi­kal-demo­kra­tisch bezie­he ich mich auf Demo­kra­tie­ver­ständ­nis­se, die sich auf die demo­kra­ti­sche Wil­lens­bil­dung der Öffent­lich­keit kon­zen­trie­ren, anstatt auf Wah­len und ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­schutz (ohne die­se jedoch außer Acht zu las­sen). Also ja, mei­ner Mei­nung nach sind Islam und Demo­kra­tie mit­ein­an­der ver­ein­bar.

War­um began­nen Sie sich mit den Arbei­ten Rached al-Ghan­nou­chis zu beschäf­ti­gen? Und was inter­es­siert Sie an sei­nem Werk?

Wäh­rend ich in Phi­lo­so­phie an der George­town Uni­ver­si­ty pro­mo­vier­te, kam ich erst­mals mit der kri­ti­schen Sozi­al­theo­rie von Axel Hon­neth in Kon­takt, die auf Aner­ken­nung basiert. Die­se schien mir poten­ti­ell hilf­reich, um das Auf­kom­men der isla­mi­schen Bewe­gun­gen im Sin­ne des Kampfs um Aner­ken­nung zu erklä­ren. Dies wie­der­um führ­te mich zur nähe­ren Beschäf­ti­gung mit den isla­mi­schen Bewe­gun­gen, sodass ich an einem Kurs zu isla­mi­schem Den­ken des Fach­be­reichs für Ara­bi­sche Stu­di­en teil­nahm. Damals las ich zum ers­ten Mal Ghan­nou­chi.

Was mich an Ghan­nou­chis Tex­ten am meis­ten inter­es­sier­te, war des­sen kri­ti­sche Hal­tung. Ghan­nou­chi lehnt west­li­che Model­le der Demo­kra­tie und/oder Moder­ne weder ab, noch über­nimmt er sie vor­be­halt­los. Im Grun­de genom­men lehnt Ghan­nou­chi die blin­de Über­nah­me einer säku­la­ren west­li­chen Sicht und ihrer zen­tra­len Annah­me ab, sie kön­ne die Kri­te­ri­en set­zen, anhand derer sich bestim­men lässt, ob und wenn ja wie der Islam demo­kra­tisch und/oder modern sein kann. Die­se Ein­stel­lung unter­stüt­ze ich voll und ganz. Des Wei­te­ren, und dies ist ent­schei­dend, betrach­tet Ghan­nou­chi, wie­der­um dif­fe­ren­ziert, auch die isla­mi­schen Erwe­ckungs­be­we­gun­gen kri­tisch. Wäh­rend er die ver­schie­de­nen Errun­gen­schaf­ten die­ser Bewe­gun­gen aner­kennt, sieht er ihre Fähig­keit, die all­täg­li­che Rea­li­tät der Mus­li­me als Mit­glie­der einer Gesell­schaft zu ver­ste­hen und an die­se anzu­knüp­fen, kri­tisch. Bei­spiels­wei­se führt er das Schei­tern der isla­mi­schen Bewe­gung (in Tune­si­en), die Arbei­ter­klas­se und die Frau­en anzu­spre­chen auf ihre Unfä­hig­keit zurück, an die Schwie­rig­kei­ten die­ser Grup­pen hin­sicht­lich ihrer jewei­li­gen gesell­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten anzu­knüp­fen. Wir kön­nen mit Ghan­nou­chis Posi­ti­on und Argu­men­ten über­ein­stim­men oder nicht, aber ich fin­de sei­ne kri­ti­sche Hal­tung sehr gesund und sei­ne Auf­merk­sam­keit und sein Ein­füh­lungs­ver­mö­gen gegen­über der all­täg­li­chen Rea­li­tät der Gesell­schaft extrem wich­tig.

Das Ergeb­nis die­ser gesun­den kri­ti­schen Hal­tung ist, dass der Aus­weg für die mus­li­mi­schen Gesell­schaf­ten weder über eine pau­scha­le Ableh­nung west­li­cher Vor­stel­lun­gen, Idea­le und Errun­gen­schaf­ten führt, noch über die dog­ma­ti­sche Umset­zung einer über­hol­ten Auf­fas­sung isla­mi­scher Grund­sät­ze und Wer­te. Dies ver­spricht mei­ner Mei­nung nach die Mög­lich­keit, sowohl die Sor­ge vie­ler Mus­li­me auf­zu­grei­fen, die isla­mi­sche Iden­ti­tät könn­te in einer moder­nen Welt nicht über­le­ben, und gleich­zei­tig der Sor­ge Rech­nung zu tra­gen, die vie­le ande­re Mus­li­me und Nicht-Mus­li­me hin­sicht­lich des mut­maß­lich unde­mo­kra­ti­schen und exklu­si­ven Cha­rak­ters des Islams haben.

Wie ver­ein­bart Ghan­nou­chi Ihrer Mei­nung nach die Vor­stel­lung, der Staat soll­te einer­seits einen isla­mi­schen Cha­rak­ter haben, ander­seits aber allen Bür­ge­rIn­nen, also auch seku­lä­ren, anders­gläu­bi­gen, eth­ni­schen und sexu­el­len Min­der­hei­ten die glei­chen Rech­te und Frei­hei­ten garan­tie­ren?

Ghan­nou­chi tritt für glei­che Rech­te und Frei­hei­ten auf Grund­la­ge des Islams ein. Aus der Per­spek­ti­ve des von ihm befür­wor­te­ten theo­re­ti­schen Modell eines isla­mi­schen Staa­tes sol­len alle Bür­ge­rIn­nen gera­de wegen und nicht trotz des isla­mi­schen Cha­rak­ters des Staa­tes glei­che Rech­te und Frei­hei­ten genie­ßen.

Ghan­nou­chi sagt deut­lich, dass allen Per­so­nen das Recht zusteht, ihre Reli­gi­on ohne Druck oder Zwang zu wäh­len. Die­se Frei­heit ist die Fol­ge der gott­ge­ge­be­nen Ver­ant­wor­tung und Hand­lungs­fä­hig­keit des Men­schen. In sei­ner Beschrei­bung der Aus­wir­kun­gen der Reli­gi­ons­frei­heit bei­spiels­wei­se argu­men­tiert Ghan­nou­chi, dass allen Men­schen die Frei­heit zusteht, ihre Reli­gi­on oder ihre Über­zeu­gun­gen all­ge­mei­ner aus­zu­üben, aus­zu­drü­cken und zu ver­tei­di­gen, auch die der Athe­is­tIn­nen. Die Idee die­ser Inklu­si­on ist es, den Respekt wider­zu­spie­geln, den der Islam allen Men­schen ent­ge­gen­bringt, die für ihn glei­che und freie Akteu­rIn­nen sind und zwar unab­hän­gig ihrer Reli­gi­on, Haut­far­be, eth­ni­schen Her­kunft etc. Dem­entspre­chend muss der Staat, in sei­nem theo­re­ti­schen Modell, die­se Offen­heit und Viel­falt respek­tie­ren und schüt­zen. Alle Bür­ge­rIn­nen sind in den Augen des Staa­tes gleich, unab­hän­gig davon, ob sie Mus­li­me sind oder nicht.

Ghan­nou­chi stellt eben­falls klar, dass Gleich­be­hand­lung nicht not­wen­di­ger­wei­se auch undif­fe­ren­zier­te Behand­lung bedeu­tet. Manch­mal müs­sen Bür­ge­rIn­nen unter­schied­lich behan­delt wer­den, um Gleich­be­hand­lung zu gewähr­leis­ten. Aus Ghan­nou­chis Sicht ist eine unter­schied­li­che Behand­lung gerecht­fer­tigt, wenn sie sich aus Glau­bens­grün­den ergibt. Bei­spiels­wei­se hält er ein Alko­hol­ver­bot für Nicht-Mus­li­me für unge­recht und eben­so unfair, wie den Mus­li­men die Schei­dung zu ver­bie­ten. Ghan­nou­chis Bemü­hun­gen um Bür­ger­be­tei­li­gung in sei­nem theo­re­ti­schen Modell eines isla­mi­schen Staa­tes wer­den eben­falls deut­lich, wenn wir uns die Impli­ka­tio­nen anse­hen, die eine Aner­ken­nung der Glau­bens­über­zeu­gun­gen eines Men­schen mit sich bringt. Ghan­nou­chi ist der Auf­fas­sung, dass den Glau­ben der Ande­ren zu akzep­tie­ren auch bedeu­tet, deren Rech­te auf Schutz und Benen­nung der Vor- und Nach­tei­le der eige­nen Reli­gi­on gegen­über ande­ren anzu­er­ken­nen. Aus die­sem Grund gestat­tet er den nicht-mus­li­mi­schen Bür­ge­rIn­nen auch, vor mus­li­mi­schen zu pre­di­gen und zu ver­su­chen, sie vom Über­tritt in die eige­ne Reli­gi­ons­ge­mein­schaft zu über­zeu­gen. Bür­ge­rIn­nen aller Glau­bens­rich­tun­gen sind ein­ge­la­den, sich an öffent­li­chen Debat­ten zu betei­li­gen, ihre eige­nen Sicht­wei­sen zu ver­tei­di­gen, die ande­rer zu kri­ti­sie­ren etc. Ghan­nou­chis Modell erkennt die unter­schied­li­chen Grup­pen an, indem er ihnen die Mög­lich­keit garan­tiert, ihre Iden­ti­tät öffent­lich zum Aus­druck zu brin­gen. Soll­te die­se Öff­nung der öffent­li­chen Debat­te zur Unter­gra­bung des mus­li­mi­schen Glau­bens füh­ren, muss sich die mus­li­mi­sche Bevöl­ke­rung, so Ghan­nou­chi, eben in ihrer Reli­gi­on auf die Suche nach stär­ke­ren und über­zeu­gen­de­ren Argu­men­ten bege­ben. Nicht­über­ein­stim­mung mit Ande­ren stellt kei­ne Bedro­hung dar, son­dern eine Chan­ce zu wach­sen. Dies ist für uns alle, die wir in einer plu­ra­lis­ti­schen Welt leben, eine wich­ti­ge Schluss­fol­ge­rung.

Wenn es in Ghan­nou­chis Werk Ihrer Mei­nung nach kon­zep­tio­nel­le Her­aus­for­de­run­gen gäbe, wie könn­ten die­se über­wun­den wer­den?

Wie in allen ande­ren Wer­ken sieht sich auch die Arbeit Ghan­nou­chis mit ver­schie­de­nen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert. Ich wer­de eine sol­che Her­aus­for­de­rung kurz umrei­ßen, indem ich auf mei­ne Ant­wort auf die vor­he­ri­ge Fra­ge auf­baue. Wie ich gera­de erläu­tert habe, kom­men dem theo­re­ti­schen Werk Ghan­nou­chis zufol­ge alle Bür­ge­rIn­nen in den Genuss glei­cher Rech­te und Frei­hei­ten. Ich habe bereits in einem ande­ren Zusam­men­hang argu­men­tiert, dass aus der Sicht der staat­li­chen Per­spek­ti­ve (bei­spiels­wei­se wie der Staat sei­ne Bür­ge­rIn­nen wahr­nimmt und mit ihnen in Bezie­hung tritt) Ghan­nou­chis Modell erfolg­reich glei­che Rech­te und Frei­hei­ten für alle Bür­ge­rIn­nen garan­tiert. Die Din­ge lie­gen aller­dings kom­pli­zier­ter, wenn wir in die Per­spek­ti­ve der Bür­ge­rIn­nen wech­seln (bei­spiels­wei­se wie sie den Staat, sei­ne Grund­la­gen und sei­ne Geset­ze wahr­neh­men). Zu die­sem Zweck betrach­ten wir ein­mal die Vor­aus­set­zung, dass nicht-mus­li­mi­sche Bür­ge­rIn­nen dem isla­mi­schen Staat gegen­über zu Loya­li­tät ver­pflich­tet sind, indem sie bei­spiels­wei­se den isla­mi­schen Cha­rak­ter des Staa­tes aner­ken­nen und sich die­sem ver­pflich­ten. Doch was genau bedeu­tet und beinhal­tet eine sol­che Aner­ken­nung und Ver­pflich­tung? Die Her­aus­for­de­rung besteht hier­bei dar­in, den „isla­mi­schen Cha­rak­ter des Staa­tes“ so zu defi­nie­ren, dass er tat­säch­lich isla­misch ist, ohne hier­mit die Gleich­heit der nicht-mus­li­mi­schen Bevöl­ke­rung zu beschnei­den, wenn sie die­sem Staat Gefolg­schaft leis­tet. Ich habe dar­ge­legt, dass einer der Wege mit die­ser Her­aus­for­de­rung umzu­ge­hen, die Suche nach einem über­grei­fen­den Kon­sens (um den Begriff von John Rawl auf­zu­grei­fen) hin­sicht­lich der not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen für Mas­la­ha ist – das Gemein­gut oder Gemein­wohl, ein Kon­zept der tra­di­tio­nel­len isla­mi­schen Rechts­leh­re. (Die­sen Aspekt erläu­te­re ich aus­führ­lich in „Maṣlaḥa and Rāchid al-Ghannūshī’s Refor­mist Pro­ject“, in: Maqa­sid Al-Shari’a and Con­tem­pora­ry Mus­lim Refor­mist Thought: An Exami­na­ti­on, Adis Duderi­ja (Hg.), Pal­gra­ve 2014.)

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung, mit der sich Ghan­nou­chi kon­fron­tiert sieht, ist die gleich­zei­ti­ge Ver­pflich­tung zu Plu­ra­lis­mus und isla­mi­scher Einig­keit bzw. gesell­schaft­li­cher Soli­da­ri­tät inner­halb eines isla­mi­schen Staa­tes, die aus einer isla­mi­schen Gesell­schaft her­aus ent­steht. Die Her­aus­for­de­rung hier besteht dar­in, dass Plu­ra­lis­mus zur Inklu­si­on neigt, wäh­rend Soli­da­ri­tät eher zu Exklu­si­on ten­diert. Wich­tig hier­bei ist die Fest­stel­lung, dass die­ses Pro­blem nicht nur für das poli­ti­sche Den­ken Ghan­nou­chis besteht. Soli­da­ri­tät ist für alle Gesell­schaf­ten von Bedeu­tung und Plu­ra­lis­mus ist ein Merk­mal moder­ner Gesell­schaf­ten. Jede poli­ti­sche Ver­fas­sung einer moder­nen Gesell­schaft sieht sich daher mit die­ser Her­aus­for­de­rung kon­fron­tiert. Vor die­sem Hin­ter­grund ist Ghan­nou­chis eige­ne Reak­ti­on hier­auf inter­es­sant und viel­ver­spre­chend. Sei­ner Ansicht nach muss im Islam Einig­keit durch Plu­ra­lis­mus erzielt wer­den. Lei­der hat Ghan­nou­chi die­sen Gedan­ken nicht aus­rei­chend wei­ter­ent­wi­ckelt. Wir kön­nen die­se Auf­ga­be für ihn über­neh­men, und das tue ich in mei­nen eige­nen Arbei­ten auch.

 

Dr. Karim Sadek schloss sei­ne Pro­mo­ti­on in Phi­lo­so­phie mit einer Dis­ser­ta­ti­ons­schrift zu isla­mi­scher Demo­kra­tie ab. Seit­her hat er als Post-Doc­to­ral Fel­low der Mel­lon-Stif­tung in Kunst und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Ame­ri­can Uni­ver­si­ty of Bei­rut (AUB) sowie als Rese­arch Fel­low am Oxford Cen­ter of Isla­mic Stu­dies gear­bei­tet und Phi­lo­so­phie an der AUB sowie der Boğa­ziçi Uni­ver­si­ty in Istan­bul unter­rich­tet. Bis Juli 2015 war er als Sti­pen­di­at im For­schungs­pro­gramm Euro­pa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Euro­pa am Forum Trans­re­gio­na­le Stu­di­en in Ber­lin.

Tan­ja Tab­ba­ra lei­tet das Refe­rat Afri­ka bei der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung.