Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus


Die Forderungen der Hurenbewegung sind noch immer nicht umgesetzt

Von Mareen Heying

Zunächst möchte ich PG Macioti für ihr sehr gutes Standpunkte-Papier danken. Die Autorin ist äußerst gut informiert und weiß, worüber sie schreibt – gerade beim Thema Sexarbeit ist das leider keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil. Menschen lieben es, sich zu Prostitution zu äußern, ohne auch nur im Ansatz zu wissen, wie sich das so genannte «Rotlichtmilieu» bestimmt und wie es den überwiegend weiblichen Sexarbeiterinnen geht. Und nein, es reicht nicht aus, einen Mainstream-Presse-Artikel gelesen zu haben. Sondern wer sich zu Sexarbeit äußert, sollte sich mit den Positionen der in der Prostitution Tätigen beschäftigen; durch Gespräche, das Lesen von Hurenzeitschriften und -büchern und durch genaues Hinhören statt vorschneller moralischer Bewertung. Wir Linke glauben doch auch sonst nicht, was uns die Medien verkaufen wollen, warum bei der Prostitution?