Antifaschistische YPG-Solidarität: Fußballclub im Visier des Staatsschutzes

Anti­fa­schis­ti­sche Ban­den­wer­bung: „Hal­te Stand Frei­es Afrin“ rufen Mit­glie­der des Inter­na­tio­na­len FC den kämp­fen­den Kurd_innen zu Foto: Privat

Ros­tock — Bei einem Fuß­ball-Tur­nier Ende Janu­ar des Ver­eins SG Lübstorf/Bad Klei­nen (Land­kreis Nord­west­meck­len­burg) zeig­ten Spie­ler des Inter­na­tio­na­len FCs einen Wim­pel mit dem Logo der kur­di­schen Miliz „YPG“. Grund für die Soli­da­ri­täts­ak­ti­on war die eine Woche zuvor gestar­te­te Offen­si­ve der Tür­kei gegen kur­di­sche Stel­lun­gen der YPG und YPJ in der Regi­on rund um Afrin (Nord­sy­ri­en). Wei­ter­le­sen „Anti­fa­schis­ti­sche YPG-Soli­da­ri­tät: Fuß­ball­club im Visier des Staatsschutzes“

Afrin-Demo: Deutschland, Du Hund!

Tau­sen­de sam­mel­ten sich auf dem Ora­ni­en­platz in Ber­lin zur Demo gegen den tür­ki­schen Angriffs­krieg gegen die Kur­den­ge­bie­te in Nord­sy­ri­en Foto: Burschel

Meh­re­re Tau­send Men­schen zogen ges­tern Nach­mit­tag (4. Febru­ar 2018), mit einer anti­fa­schis­ti­schen Demons­tra­ti­on durch Kreuz­berg und Neu­kölln und pro­tes­tier­ten gegen den völ­ker­rechts­wid­ri­gen Krieg, den der tür­ki­sche Staats­chef Erdoğan in die kur­di­schen Gebie­te in Nord­sy­ri­en mit Stoß­rich­tung auf die Stadt Afrin trägt. Redner_innen beklag­ten nicht nur die vie­len zivi­len Opfer der bra­chia­len tür­ki­schen Inva­si­on, son­dern übten auch hef­ti­ge Kri­tik an der deut­schen Unter­stüt­zung des tür­ki­schen Vor­ge­hens. Ent­spre­chend lau­te­te ein zen­tra­les Trans­pa­rent der Demo „YPG statt SPD — Deutsch­land, du Hund“. Wei­ter­le­sen „Afrin-Demo: Deutsch­land, Du Hund!“

1938Projekt: Das Leo Baeck Institute präsentiert „Posts from the Past“

Ger­ne wei­sen wir auf ein außer­ge­wöhn­li­ches und berüh­ren­des Online- und Aus­stel­lungs­pro­jekt des Leo Baeck Insti­tuts New York | Ber­lin hin und emp­feh­len es Eurer Auf­merk­sam­keit im Gedenk­jahr 2018:

Screen­shot der Insti­tuts­home­page zum „1938Projekt“

Wie kaum ein ande­res Jahr mar­kier­te 1938 eine Zäsur in der deutsch-jüdi­schen Geschich­te. Zur Erin­ne­rung an die dra­ma­ti­schen Ereig­nis­se vor 80 Jah­ren hat das Leo Baeck Insti­tu­te New York | Ber­lin (LBI) das „1938Projekt“ ins Leben geru­fen. Mit­hil­fe eines bilin­gua­len Online-Kalen­ders, einer Wan­der­aus­stel­lung, zahl­rei­cher Begleit­ver­an­stal­tun­gen und Kon­fe­ren­zen wer­den Ein­zel­schick­sa­le in den Vor­der­grund gestellt und das Ver­gan­ge­ne in die Gegen-wart gebracht. Das Vor­ha­ben ist in sei­nen Umfang und sei­ner Per­spek­ti­ve ein­zig­ar­tig: Unter Ver­wen­dung von Doku­men­ten aus unse­ren Archi­ven und zahl­rei­cher Part­ner­insti­tu­tio­nen wird das LBI unter 1938​pro​jekt​.org ins­ge­samt 365 per­sön­li­che Geschich­ten ver­öf­fent­li­chen – eine für jeden Tag im Jahr 1938. Täg­lich wird ein neu­er Ein­trag zum ent­spre­chen­den Datum frei­ge­schal­tet und über Kom­mu­ni­ka­ti-ons­ka­nä­le wie Face­book und Twit­ter ange­kün­digt und ver­brei­tet. Jedes vor­ge­stell­te Doku­ment und Objekt schil­dert die pri­va­ten Ein­drü­cke und Erleb­nis­se sei­nes frü­he­ren Besit­zers und rückt so die unzäh­li­gen per­sön­li­chen Schick­sa­le in den Vor­der­grund, die sich hin­ter den nüch­ter­nen Zah­len ver­ber­gen. 12 davon wer­den im Rah­men der Wan­der­aus­stel­lung zu sehen sein, deren Sta­tio­nen, Ter­mi­ne und wei­te­re Details dem­nächst auf der Insti­tuts­home­page bekannt­ge­ge­ben wer­den. Wei­ter­le­sen „1938Projekt: Das Leo Baeck Insti­tu­te prä­sen­tiert „Posts from the Past““

Staatsanwaltschaften und rechter Terror: Preisverleihung in Potsdam

Die preis­ge­krön­te Arbeit von Fio­na Schmidt und Isa­bel­la Greif ist online und auf Papier im Buch­han­del erhältlich

Im Rah­men des Neu­jahrs­emp­fan­ges der Rosa-Luxem­burg-Stif­tung Bran­den­burg ist am Mon­tag, 22. Janu­ar 2018, auch wie­der der „Wis­sen­schaft­lich-publi­zis­ti­sche För­der­preis“ ver­ge­ben wor­den. Geehrt wer­den mit der Ver­ga­be des Prei­ses für das Jahr 2017 zwei jun­ge Wis­sen­schaft­le­rin­nen, die sich ein heik­les The­ma vor­ge­nom­men haben: Fio­na Schmidt  und Isa­bel­la Greif reich­ten ihre Mas­ter­ar­beit zum The­ma „Staats­an­walt­schaft­li­cher Umgang mit rech­ter und ras­sis­ti­scher Gewalt. Eine Unter­su­chung struk­tu­rel­ler Defi­zi­te und Kon­ti­nui­tä­ten am Bei­spiel der Ermitt­lun­gen zum NSU-Kom­plex und dem Okto­ber­festat­ten­tat“ ein. Sie kom­men in ihrer Arbeit, die sie an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Ber­lin vor­leg­ten, zu einer ernüch­tern­den Bilanz der Tätig­keit staat­li­cher Ermitt­lungs- und Ver­fol­gungs­be­hör­den, wenn es um nazis­ti­sche, rech­te und ras­sis­ti­sche Gewalt­ta­ten und ter­ro­ris­ti­sche Nazi-Anschlä­ge geht.  Wei­ter­le­sen „Staats­an­walt­schaf­ten und rech­ter Ter­ror: Preis­ver­lei­hung in Potsdam“

Wurzen again: „Das Problem heißt Rassismus“ – Antifa-Kundgebung im braunen Herzen des Muldentals

Es war in der Tat wie­der gru­se­lig in Wur­zen, wo etwa 250 Antifaschist_innen gegen die aktu­el­len ras­sis­ti­schen Angrif­fe auf Geflüch­te­te pro­tes­tier­ten. Es war klar, dass unter den Demons­trie­ren­den kaum Men­schen aus Wur­zen sein wür­den und das sich Leu­te von der Demo, die sich außer­halb der Poli­zei­sper­ren um den Kund­ge­bungs­ort im Stadt­park direkt neben dem Bahn­hof der Joa­chim-Rin­gel­natz-Stadt bewegt hät­ten, sich in gro­ße Gefahr bege­ben hät­ten, denn die Stra­ßen kon­trol­liert dort der orga­ni­sier­te Nazim­ob: eine neue SA mar­schiert in Wur­zen und anders­wo (wie etwa zeit­gleich in Cott­bus). Aus gege­be­nem Anlass doku­men­tie­ren wir hier den Demo­auf­ruf des Bünd­nis­ses „Irgend­wo in Deutsch­land“, der auf die schwe­ren ras­sis­ti­schen Angrif­fe, die ver­hee­ren­de media­le Bericht­erstat­tung und die erschre­cken­den poli­zei­li­chen und poli­ti­schen Reak­tio­nen dar­auf ein­geht. Dar­un­ter die Pres­se­mit­tei­lung des Bünd­nis­ses zu den Angrif­fen schwer bewaff­ne­ter Nazis auf die Anti­fa-Demons­tra­ti­on am Samstag:

Im Stadt­park von Wur­zen: Umla­gert von Poli­zei und Neo­na­zis erho­ben rund 250 Kundgebungsteilnehmer_innen ihre Stim­me gegen den ras­sis­ti­schen Kon­sens in der Rin­gel­natz-Stadt Foto: Burschel

Wei­ter­le­sen „Wur­zen again: „Das Pro­blem heißt Ras­sis­mus“ – Anti­fa-Kund­ge­bung im brau­nen Her­zen des Muldentals“